Warum die Esperanto-Hauptstadt "Parkurbo" nie gebaut wurde

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Mittwoch, 11. Mai 2016
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Lu Wunsch-Rolshoven
"Ein Familienparadies im wahren Sinne des Wortes" sollte die Parkstadt werden, die Architekt Fritz Sievers 1912 am Ostufer der Würm gegenüber von Gräfelfing plante. Das eine Million Quadratmeter große Areal umfasste das Gebiet, das heute von der Allguth-Zentrale, dem Kieswerk Glück und dem Westteil Martinsried begrenzt wird. 500 Einfamilienhäuser waren projektiert, eine Kirche, ein Geschäftszentrum, ein Theater, ein Ferienheim, ein Kasino, eine Bibliothek, ein Restaurant an der Würm und viel Grün. Das Startkapital war bereits vorhanden: rund zwei Millionen Mark. Und das alles sollte erst der Anfang sein. Denn die neue Stadt sollte die "Hauptstadt von Esperantujo" werden, der weltweiten Esperanto-Gemeinde. Die Kenntnis der 1887 von Ludwik Lejzer Zamenhof begründeten Plansprache durch mindestens ein Familienmitglied war Voraussetzung, um sich in der Gartenstadt "Parkurbo" niederlassen zu können. (...)