93. Deutscher Esperanto-Kongress in München - 201 Teilnehmer aus zwanzig Ländern

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Veröffentlichungsdatum: 
Freitag, 13. Mai 2016
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Vom 13. bis zum 16. Mai treffen sich in München 201 Esperanto-Sprecher zum 93. Deutschen Esperanto-Kongress. Die meisten Teilnehmer, die diese internationale Sprache sprechen, kommen aus Deutschland. Weitere Gäste stammen aus den Niederlanden, Großbritannien, Dänemark, Österreich, Italien, Frankreich, Portugal, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Russland, Ukraine, USA und Brasilien.

Vorträge, Sprachkurs, Konzerte, Ausflüge…

Es gibt etwa vierzig Vorträge zu einer großen Bandbreite von Themen – von den altägyptischen Pharaonen Nofretete und Echnaton bis hin zu moderner Robotik, von der europäischen Identität bis zu Erinnerungen aus Vorkuta, einer Kohleregion in Russland nördlich des Polarkreises. Abends werden Konzerte angeboten, Ausflüge locken zur Erkundung von München und der Umgebung. Am Samstag und Pfingstsonntag wird mittags ein Esperanto-Sprachkurs angeboten. Praktisch alle Veranstaltungen werden in Esperanto angeboten.

Esperantosprecher in über hundert Ländern

Gesprochen wird bei der Veranstaltung die internationale Sprache Esperanto - eine geplante Sprache, die vor etwas mehr als einem Jahrhundert aus europäischen Sprachen zusammengestellt wurde und mittlerweile in über hundert Ländern weltweit Sprecher gefunden hat. Nach Schätzungen haben ein paar Millionen Menschen Esperanto gelernt, ein paar hunderttausend sprechen diese völkerverbindende Sprache regelmäßig. Es gibt mehr als tausend Esperanto-Muttersprachler, die im Elternhaus Esperanto gelernt haben.

Nachrichten aus China in Esperanto

Die chinesische Regierung veröffentlicht werktäglich Nachrichten in Esperanto, auf esperanto.china.org.cn. In China sind dreißig Mitarbeiter mit der Erstellung von Esperanto-Beiträgen für diese Seiten, für eine Internet-Zeitschrift und ein Esperanto-Radio beschäftigt.
Google Translate übersetzt in Esperanto, die Wikipedia hat eine Esperanto-Version mit nun über 225.000 Artikeln (etwa so groß wie die dänische Ausgabe), Internet-Seiten wie Facebook und Programme wie Firefox gibt es in Esperanto-Versionen. Esperanto-Musik gibt es rund um die Uhr bei „Muzaiko“, http://muzaiko.info (muziko + mozaiko, Musik-Mosaik).

Die Zeitung „Le Monde Diplomatique“ erscheint seit 2002 auch in Esperanto.

Rasch zu erlernen

Seine Beliebtheit verdankt Esperanto in starkem Maße seiner leichten Erlernbarkeit - in der Regel genügen zwei bis drei Wochenenden für die Grundlagen der Sprache; das ist ausreichend, um sie dann bei Esperanto-Veranstaltungen und im Internet schon ein wenig anwenden zu können und in der Praxis weiterzulernen. Besonders unter Schülern und Studenten sind viele Esperanto-Lerner zu finden, die dann mit Esperanto die Welt erkunden und Kontakte in vielen Ländern finden.

Bücher und Musik in Esperanto

Der Buchstand bietet Lehrbücher sowie Bücher in Esperanto, Musik-CDs und DVDs an. Während des Kongresses werden zwei neue Bücher in Esperanto vorgestellt. In dem Roman "Heredantoj de Silentado", Die Erben des Schweigens, schildert Sabine Dittrich die schwierigen Beziehungen zwischen Deutschen und Tschechen nach dem 2. Weltkrieg. "Home en Senhomeco", Menschlich in der Unmenschlichkeit, sind Kriegsimpressionen von Martin Stuppnig.

Außerdem ist ein neues Esperanto-Lehrbuch erhältlich: "Esperanto - einfach, kompakt und übersichtlich", von Heike Pahlow (Lingolía), Engelsdorfer Verlag, Leipzig. https://www.lingolia.com/de/buecher/esperanto

Esperanto lernen

Wer sich einen ersten Eindruck von Esperanto verschaffen möchte, findet z. B. auf den Seiten de.lernu.net oder bei esperanto.lingolia.com/de eine Einführung in die internationale Sprache. Die Sprachlernseiten Duolingo bieten einen Esperanto-Sprachkurs in englischer Sprache an, für den sich in den vergangenen zwölf Monaten knapp 400.000 Nutzer angemeldet haben.

Ansprechpartner: 
Louis von Wunsch-Rolshoven
Kontakt Rufnummer: 
(0 800) 3 36 36 36 - 111
Deutsch