Deutscher Esperanto-Bund in Osterode/Harz: Mitgliederversammlung und Verbandsratstagung

Veröffentlichungsdatum: 
2021-10-21
Region (Bundesland): 

Am Samstag, 30. Oktober, werden etwa dreißig Sprecherinnen und -Sprecher der internationalen Sprache Esperanto in Osterode/Harz erwartet, in der Nähe der Esperanto-Stadt Herzberg am Harz. Die Mitglieder des Deutschen Esperanto-Bundes treffen sich zur diesjährigen Mitgliederversammlung; andere werden an der Veranstaltung per Videokonferenz teilnehmen. Außerdem tritt der Verbandsrat zusammen, die Vertretung der Esperanto-Verbände in den Bundesländern.

Die vergangenen anderthalb Jahre der Corona-Pandemie haben auch die Aktivitäten der Esperanto-Sprachgemeinschaft wesentlich verändert: Sehr viele internationale Veranstaltungen mussten ausfallen wie der Deutsche Esperanto-Kongress, der für Pfingsten in Frankfurt/Oder und Slubice geplant war. Die für diesen Kongress geplante Mitgliederversammlung wird nun in Osterode nachgeholt.

Video-Konferenzen mit Teilnehmern aus aller Welt

Andere Veranstaltungen wurden ins Internet verlegt; das hat auch positive Aspekte gebracht: An früher lokalen Veranstaltungen wie den Ortstreffen der Esperanto-Gruppe Hameln nehmen nun bei Video-Konferenzen Menschen aus ganz Deutschland und aus fernen Ländern teil – so etwa aus dem Iran, Israel, aus afrikanischen Ländern und Südamerika. Manche Esperanto-Sprecher:innen nutzen die neuen Möglichkeiten zu internationalen Kontakten per Video nun praktisch täglich – das Angebot an Videokonferenzen ist groß und reichhaltig. Esperanto zeigt hier den großen Vorteil einer international gut vernetzten Sürachgemeinschaft in mittlerweile über 120 Ländern weltweit.

Esperanto-Vorschläge bei der EU-Zukunftskonferenz

Thema bei der Herbsttagung des Deutschen Esperanto-Bundes wird auch die Zukunftskonferenz der Europäischen Union sein. Seit Mai bietet die EU auf speziellen Internetseiten den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ihre Vorschläge vorzustellen und die Ideen von anderen zu befürworten und zu diskutieren. Auch die Esperanto-Sprecher:innen haben eine Reihe von Vorschlägen eingereicht.

Esperanto als vorbereitende Fremdsprache

So wird angeregt, die klare und übersichtliche Struktur des Esperanto zu nutzen, um Schüler:innen den ersten Einstieg in das Fremdsprachenlernen zu erleichtern; nach etwa 50 Stunden Esperanto-Unterricht wird dann eine Fremdsprache wie Englisch unterrichtet. Ein von der EU finanzierter Schulversuch in Kroatien und Nachbarländern hat vor ein paar Jahren gezeigt, dass damit die Hürde für das Fremdsprachenlernen weitaus leichter zu bewältigen ist.

Offizielle Anerkennung des Esperanto als Sprache von EU-Bürger:innen

Ein weiterer Vorschlag regt die offizielle Anerkennung des Esperanto als Sprache von EU-Bürgern an; schließlich betont die Europäische Union, dass sie die Vielfalt der Sprachen ihrer Bürgerinnen und Bürger achtet.

Objektive Information zu Esperanto.
Eine Schulstunde über Esperanto

Leider sind Informationen zu Esperanto, auch von Seiten der Europäischen Kommission, oft fehlerhaft; so wird gelegentlich behauptet, Esperanto fehle eine eigene Kultur – bisher etwa 10.000 Esperanto-Bücher und die Esperanto-Lieder zeigen das Gegenteil. Ein Vorschlag plädiert für eine objektive und faktenbasierte Information über Esperanto. Eine andere Idee schlägt vor, dass Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Schulzeit zumindest eine Stunde lang über Esperanto unterrichtet werden.

"Nur Englisch" benachteiligt Süd- und Osteuropa

Ein weiterer Vorschlag macht darauf aufmerksam, dass in vielen Ländern der EU, besonders im Süden und Osten, Englisch-Kenntnisse wenig verbreitet sind; das Veröffentlichen von Informationen sowie Diskussionen nur auf Englisch schließen daher viele EU-Bürger:innen von der Teilnahme an der EU-Demokratie aus. Esperanto bietet hingegen einen einfachen Weg zu gemeinsamer internationaler Kommunikation.

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Informationen zu Esperanto
http://esperantoland.org/presse
 

Esperanto-Vorschläge bei der EU-Zukunftskonferenz (Auswahl)

Esperanto, gemeinsame und neutrale Sprache, leicht zu lernen
https://futureu.europa.eu/processes/OtherIdeas/f/8/proposals/5399

Die EU braucht besseres Sprachenlernen
https://futureu.europa.eu/processes/Education/f/36/proposals/23893

Offizielle Anerkennung des Esperanto als Sprache von EU-Bürgerinnen und -Bürgern
https://futureu.europa.eu/processes/OtherIdeas/f/8/proposals/17955

Für eine objektive, faktenbasierte Information über Esperanto
https://futureu.europa.eu/processes/ValuesRights/f/12/proposals/41119

Eine Schulstunde über Esperanto
https://futureu.europa.eu/processes/Education/f/36/proposals/39238

Bessere Sprachbeherrschung – bessere Demokratie. Englisch und Esperanto
https://futureu.europa.eu/processes/Democracy/f/6/proposals/44420

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Veranstaltungsort

Freiheiter Hof, 1. Stock
Hauptstr. 9
37520 Osterode/Harz
Tel. 05522 – 3328

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Kontakt

Louis v. Wunsch-Rolshoven
Deutscher Esperanto-Bund e. V., Pressesprecher
Tel. 0173 – 162 90 63

Ansprechpartner: 
Louis von Wunsch-Rolshoven
Kontakt Rufnummer: 
(0 800) 3 36 36 36 - 111