Literatur

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Die Literatur hat einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung des Esperanto vom Projekt zur natürlichen Sprache. Es gibt etwa 40.000 bis 50.000 veröffentlichte Werke in Esperanto. Heute sind viele Texte im Internet frei verfügbar. Bücher kann man beim Esperanto-Buchversand bestellen.

Originalliteratur

La infana raso - William Auld

Autoren und Übersetzer haben sich in den Verbänden EVA und der Esperanto-Sektion des internationalen PEN-Klubs organisiert. Populäre Literaturzeitschriften sind »Fonto« (Quelle), »Karavelo«, »Literatura Foiro« »Beletra Almanko« (Belletristik-Almanach) und »La Kancerkliniko« (Die Krebsklinik). Wichtige Esperanto-Schriftsteller sind unter anderen Antoni Grabowski, Kazimir Bein, Kálmán Kalocsay, Gyula Baghy, Gaston Waringhien, Vladimir Varankin, Raymond Schwartz, William Auld, John Islay Francis, Marjorie Boulton, Miyamoto Masao, Eli Urbanova, Trevor Steele und Anna Löwenstein. Es gibt auch Original-Comics auf Esperanto, und zwar nicht nur das Leben Zamenhofs, sondern auch Comics über den Sinn des Lebens.

Übersetzte Literatur

Neben der originalen Literatur gibt es zahlreiche Übersetzungen: die Bibel, den Koran, die Bhagavadgita, Dantes »Göttliche Komödie«, Cervantes’ »Don Quixote«, Goethes »Faust«, Mickiewicz’ »Pan Tadeusz«, Madáchs »Tragödie des Menschen

 «, García Márquez’ »Hundert Jahre Einsamkeit« … Zahlreiche Comics sind auf Esperanto erschienen, als Übersetzungen zum Beispiel mehrere Bände von Tim und Struppi, Asterix, Rat-man. Einige kann man auch kostenlos auf den Seiten des Projekts ROMeo herunterladen.

Elektronische Bücher

Auch elektronische Bücher im PDF-Format gibt es auf Esperanto. Neben Übersetzungen russischer Klassiker auf Esperanto als e-Buch eines Kaliningrader Verlags (in den Formaten PDF und epub) bietet auch die Flämische Esperanto-Liga e-Bücher an.

Zeitschriften

Titelbild der Zeitschrift "Monato" (Großer Abstand zwischen Reichtum und Armut)Neben "Esperanto aktuell", der Zeitschrift des Deutschen Esperanto-Bundes, gibt es zahlreiche weitere Esperantosprachige Zeitschriften, die über den Bücherdienst des Weltesperantobundes bezogen werden können. Zum Beispiel

  • Monato - ein Nachrichtenmagazin auf Esperanto über Politik und Zeitgeschichte ohne Bezug zur Esperanto-Welt
  • Beletra Almanako - eine Zeitschrift über Esperanto-Literatur
  • La Ondo de Esperanto - eine Zeitschrift, die vor allem über Neuigkeiten aus der Esperanto-Literatur und der Esperanto-Bewegung berichtet.
  • La Karavelo - eine Esperanto-Zeitschrift, die sich vor allem portugiesischsprachiger Kultur widmet.

Außerdem gibt es die Internet-Zeitschrift "Libera Folio", die Neuigkeiten aus der Esperanto-Welt berichtet und kommentiert.

Im Rückspiegel - Esperantologie

Das so genannte „Erste Buch“ über Esperanto, Warschau 1887, russische Ausgabe

Das Projekt Esperanto - vom Schreibtisch zur gesprochenen Sprache - ist auch aus Sicht der Geschichte und Forschung interessant. Die österreichische Nationalbibliothek hat zahlreiche wichtige alte Werke aus der Esperanto-Geschichte elektronisch zugänglich gemacht. Darunter sind zum Beispeil Ausgaben des "Unua Libro" in verschiedenen Sprachen und viele Jahrgänge des "Germana Esperantisto".

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