Spaziergänge und Exkursionen des Eisenbahner-Kongresses

KleistE1 - Kleist-Spaziergang

Der berühmteste Sohn der Stadt Frankfurt ist Heinrich von Kleist. Ein Besuch der Erinnerungsstätten führt vorbei an Orten, die in einer Beziehung zu dem Dichter und Autor stehen, vorbei an dem Museum, das sich seinem Leben und Werk widmet und vorbei an Gebäuden, die wichtige Rollen gespielt haben in der Geschichte der Stadt.
(Bild: (c) Ralf Lotys, WikiMedia)

 


 

 

OderbrückeE2a - Systemwechselbahnhof Oderbrücke

An der Eisenbahnbrücke über die Oder befindet sich auf der Westseite der Bahnhof Oderbrücke. Er dient nicht mehr als Grenz- bzw. Zollbahnhof. Geblieben ist jedoch die Aufgabe des Übergabe-Bahnhofs für Güterzüge zwischen den verschiedenen Eisenbahn-Verkehrsunternehmen und im Bedarfsfall als Lokwechsel-Bahnhof wegen der unterschiedlichen Fahrstromsysteme in Deutschland und Polen. Wir planen eine Exkursion mit einem Triebwagen vom Hauptbahnhof Frankfurt Oder nach Oderbrücke und zurück, um die Besonderheiten dieses Bahnhofs zu sehen.
(Bild: (c) DB-Mediathek)

 

 

Regejo B1E2b – Stellwerk B1

In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), genauer im "Volkseigenen Betrieb" (VEB) Werk für Signal- und Sicherungstechnik WSSB wurde eine eigene Technik für höhengleiche Bahnübergänge und Stellwerke entwickelt. Das als letztes gebaute und obwohl in Relaistechnik trotzdem modernste Stellwerk (Bauart Gsp3 68) wurde noch mit Geld der DDR gebaut, ging aber im November 1990 erst nach deren Erlöschen als Staat am 3. Oktober 1990 in Betrieb. Weil es solide und an die Nachbarstellwerke anpassbar ist und weiter instandgehalten werden kann, wird es bis in eine nicht definierte Zukunft weiterarbeiten. Ein Besuch ist ein besonderer Leckerbissen für signaltechnisch interessierte Teilnehmer. Um den regulären Betrieb nicht zu stören, ist es erforderlich, die Zahl der Besucher in Gruppen von höchstens 10 Personen zu teilen.
(Bild: (c) Eisenbahnfreunde Frankfurt Oder) (vd. ankaŭ filmon germanlingvan http://eisenbahnfreunde.transnet-ffo.de/Bildquellen/Video/Ein Stellwerk geht in Betrieb.mp4)

LetschinD1 – Eisenbahnmuseum Letschin, Gedenkstätte Seelow

Mit der staatlichen Teilung in die Bundesrepublik Deutschland (BRD) und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) begannen auch die west- und die ostdeutsche Eisenbahnen auf anderen Wegen zu gehen. Alte Bestandteile des Fahrwegs und alte Fahrzeuge dienten weiter bis zum Austausch gegen modernere. Andere sind heute noch in Funktion. Als früherer Beschäftigter im Signaltechnischen Dienst stelle ich beispielsweise eine parallele Entwicklung der Stellwerke bis zum Ende der Vierzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts fest, danach - abgesehen von der EZMG-Technik (EZMG = „Электрическая централизация малых станций Германии“, "Elektrische Zentralisierung kleiner Bahnhöfe Deutschlands"), eingeführt aus der damaligen Sowjetunion - die Entwicklung eigener Systeme nach trotzdem ähnlichen Prinzipien. Der "Eisenbahnverein Letschin" bemüht sich darum, Beispiele der Vor- und Nachteilungszeit zu sammeln und zu zeigen und sie funktionsbereit zu halten.
(Bild: (c) EVL-Letschin)

SeelowDer 16. April 1945 war einer der letzten Tage des Zweiten Welkriegs in Europa. Im Westen hatten die alliierten Armeen den Rhein passiert und waren bis zur Elbe vorgedrungen. Im Osten bereitete sich die Rote Armee darauf vor, mit dem Ziel des 40 km entfernten Berlin die Oder zu überschreiten. Auf der Ostseite waren 1.000.000 Soldaten versammelt, 40.000 Kanonen und mehr als 3.000 Panzer, auf der westlichen 120.000 Soldaten, 700 Kanonen und 500 Panzer. Vom 16. bis zum 19. April dauerte das Massenschlachten, das 50.000 Menschen in verschiedenen Uniformen das Leben nahm. Der Krieg dauerte bis zur Kapitulation noch drei weitere Wochen. Die Gedenkstätte bei den Seelower Höhen erinnert an die Opfer der chauvinistischen Aggression und mahnt diejenigen, die gern vergessen wollen, dass ein Krieg kein hinnehmbares Mittel der Politik ist.
(Bild: Bundesarchiv)

 

 

WuhlheideD2 – Pioniereisenbahn Wulheide

Die Pioniereisenbahnen hatten in den sozialistischen Staaten Europas die Tradition, Jugendliche zu Disziplin, Verantwortung und Zusammenarbeit in eime großen betrieblichen System zu erziehen und sie für Berufe der Eisenbahn zu interessieren. Die schmalspurigen Pioniereisenbahnen folgten im Prinzip denselben Regeln wie die "goße" Eisenbahn und beauftragten Jugendliche mit denselben Rollen wie Schrankenwärter, Fahrdienstleiter, Lokführer, Fahrkartenkontrolleuren und allen anderen. Pioniereisenbahnen gibt es seit Auflösung der Pionier-Organisationen nicht mehr. Einen Teil von ihnen übernahmen eingetragene, gemeinnützige Vereine, die anfänglich mit Hilfe der großen Eisenbahn, später in eigener Verantwortung ihren Betrieb als Parkeisenbahnen fortsetzten. Das 60cm-Schmalspurnetz der Parkeisenbahn Wuhlheide hat eine Länge von 7,6 km und ist das größte Deutschlands. Sie fährt nach einem regelmäßigen Fahrplan und erfüllt, was das Wecken von Interesse für die Eisenbahn angeht, die gleichen Aufgaben wie zur Pionierzeit.
(Bild: (c) Andreas Prang, WikiMedia)

 

Spree-ArbaroT1 – Spreewald

Nach Durchfließen des ersten Drittels ihres Weges erreicht die Spree eine schüsselartige, in der Eiszeit geformte Ebene und verzweigt sich in einem ursprüngliche moorartigen Gelände in viele kleine Bäche. Zusätzliche Kanäle sorgen für die Trockenlegung landwirtschaftlich bearbeiteter Flächen und verteilen das Wasser weiter. Das geringe Gefälle bremst die Fließgeschwindigkeit. In extrem trockenen Jahren kann sich die Flussrichtung sogar umkehren. Diese Bedingungen haben eine ganz eigene, artenreiche Landschaft aus Wäldern und Wiesen geschaffen, eine Landschaft, die den verschiedensten Schmetterlingen, Weichtieren, Amphibien, Libellen, Vögeln und Säugetieren eine Heimat gibt. Seit 1991 ist die Region UNESCO-Biospärenreservat.
Die berühmtesten landwirtschaftlichen Produkte der Region sind Gurken in Essig, gewürzt mit Senfkörnern, Dill, Estragon und bestimmten Geheimnissen. Aber der Spreewald ist allgemein bekannter Lieferant von biologisch erzeugten Nahrungsmitteln (die man in passenden Gebinden erwerben kann um die Daheimgebliebenen zu beglücken).
(Bild: (c) raboe001, WikiMedia)



SorabojWer von der ethnischen und sprachlichen Minderheit der Sorben gehört hat, hat möglicherweise auch etwas gehört über ihre Geschichte und Siedlungsregion an den Flüssen Spree und Neiße in den Bundesländern Sachsen und Brandenburg.
Die Sorben sind im 6. Jahrundert aus Südosteuropa in die heute bewohnte Gegend eingewandert und haben ihre Sprache, ihre Kultur, Bräuche, Lieder, Tänze, Trachten und Sagen mitgebracht und bewahrt, wie die Geschichte von Krabat, dem Zauberlehrling aus der schwarzen Mühle von Schwarzkollm oder im Spreewald von der gestohlenen Krone des Schlangenkönigs.
Der Busausflug wird zum Gutshof Kräutermühlenhof in Burg führen, wo ein regionaltypisches Mittagessen serviert wird und die erwähnten Gurken verkostet werden können. Auf einem Trip mit Stocherkähnen werden die Kanäle und Fließe im Umkreis erkundet. Es wird sich eine sorbische Musikgruppe vorstellen und nach Kaffee und Plinsen wird der Bus für den Rücktransport nach Frankfurt bereitstehen.
(Bild: (c) Julian Nyča WikiMedia)

 

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