Die Esperanto-Jugend in der DDR

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Esperanto-Gruppen, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in der Sowjetischen Besatzungszone wiedererstanden waren, wurden 1949 auf Grund eines Dekretes der "Deutschen Verwaltung des Inneren in der SBZ" verboten. Die Bemühungen ostdeutscher Esperantisten um eine Wiederzulassung organisierter Tätigkeit für und mit Esperanto führten erst am 31. März 1965 zur Gründung des "Zentralen Arbeitskreises der Esperanto-Freunde im Deutschen Kulturbund" (ZAKE), der 1981 in den "Esperanto-Verband im Kulturbund der DDR" umgewandelt wurde (gebräuchliche Esperanto-Abkürzung: GDREA).

Seit 1968 koordinierte eine Jugendkommission Aktivitäten junger Esperantisten. Sie unterhielt Kontakte zur FDJ und wirkte seit 1971 im Esperanto-Weltjugendverband TEJO mit. Aus ihr entwickelte sich 1990 die selbständige "Esperanto-Jugend (DDR)", die sich im Dezember gleichen Jahres mit der Deutschen Esperanto-Jugend vereinigte.

Die Arbeit mit Kindern wurde durch eine Kommission koordiniert, die u.a. von 1981-1989 zehn Kindertreffen organisierte. 

Beschränkungen staatlicherseits (Reisebeschränkungen, Valutamangel, Einfuhrbeschränkungen, wenig "Westbeziehungen") und eine (zwar abnehmende, doch regional immer wieder auftauchende) unterschiedlich ausgeprägte Reserviertheit staatlicher Stellen dem Esperanto gegenüber engten die Betätigungsmöglichkeiten des Verbandes ein. Dennoch erschlossen ZAKE und GDREA vielen Interessenten wertvolle internationale Beziehungen außerhalb offizieller Kanäle und konnten erreichen, daß die internationale Sprache in der DDR ein relativ hohes gesellschaftliches Ansehen genoss.

Aktive

Vorsitzende des ZAKE bzw. von GDREA waren Rudi Graetz (1965-77), Rudolf Hahlbohm (1977-81), Hans Heinel (1981-89) und Dr. Ronald Lötzsch (1989-zur Vereinigung mit dem DEB im Mai 1991).

Sekretäre von ZAKE/GDREA waren Eugen Menger (1965-67), Raimund Knapp (1967-68), Detlev Blanke (1968-90) und Ulrich Becker (1990-91). GDREA verfügte über eigene Büroräume, ein Budget sowie hauptamtliche Mitarbeiter.

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