Die Esperanto-Jugend in der BRD bis 1990

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Hinweis (26.12.2014): Diese Seite wird demnächst überarbeitet!

Die erste Internationale Woche (IS) fand sechs Jahre nach der Vereinsgründung in Mainz mit dem Thema “Kulturelle, politische und wirtschaftliche Fragen der europäischen Einigung” statt. Mit verschiedenen Themen wurde sie seitdem jedes Jahr wiederholt, mehr Informationen dazu liefert die vollständige Liste aller IS-Orte und Themen auf Esperanto. In den späten 70ern begann die DEJ ein Programm zu organisieren, das es jungen Deutschen aus der BRD ermöglichte, hinter den eisernen Vorhang nach Polen zu fahren, wobei diese sogar vom obligatorischen Devisenumtausch befreit wurden. Generell neigt man bei der Lektüre von Dokumenten aus dieser Zeit zu der Ansicht, dass in der DEJ der siebziger und achtziger Jahre deutlich mehr über politisches Engagement abseits von Sprachenfragen diskutiert wurde als heute.

Forum dafür wurde vor allem die Vereinszeitschrift “GEJ-gazeto”, die 1979 von Thomas Bormann und anderen gegründet wurde. Der Name war zunächst ein Arbeitstitel, zusammengesetzt aus der Esperantosprachigen Abkürzung des Vereins (“Germana Esperanto-Junularo”) und dem Wort “gazeto” - Zeitung – er hielt sich aber sehr lange. Ein ausführliches Interview mit ihm erschien in der Mitgliedszeitschrift “Kune” 4/2004.

“Kune” und “GEJ-gazeto” - hat der Verein jetzt zwei Zeitschriften? Nein. Die GEJ-gazeto hat aufgrund der Ähnlichkeit von “gej” zum englischen Wort “gay” (schwul) (und dem entsprechenden Esperanto-Wort "geja") oft Missverständnisse innerhalb und außerhalb der Esperanto-Welt ausgelöst und wurde deswegen 1999 nach einer Idee von Gunnar R. Fischer und Till Schönberner umbenannt in “Kune”, was soviel heißt wie “gemeinsam”.

1985 erschien das Lehrbuch Tesi, la testudo, dass seitdem in unzähligen Kursen eingesetzt wurde und 2008 in einer Neuauflage erschien.  

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