Esperanto: Mittel zur Völkerverständigung
Völkerverständigung war das Leitmotiv von Ludwig Zamenhof,
der die Sprache 1887 der Öffentlichkeit vorstellte. Er wollte damit
erreichen, daß sich Menschen verschiedener sprachlicher Herkunft
leichter verständigen können.
Dabei spielten für ihn eigene Erfahrungen eine Rolle, die er in
seiner Heimatstadt Bialystok beim Zusammenleben von Russen, Polen, Deutschen
und Juden machte.
Das Prinzip, das dieser Art Völkerverständigung zugrunde liegt,
basiert auf vollständig gleichen Ausgangsbedingungen für jeden:
da Esperanto niemandes Muttersprache ist, muß jeder es erst lernen.
So geht jeder einen Schritt auf den anderen zu.
Heutzutage zeigt sich diese Art der Völkerverständigung auf
vielfältige Weise in der Praxis:
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Jährlich finden Hunderte von Kongressen, Seminaren und Treffen statt,
auf denen sich Esperanto-Sprecher aus der ganzen Welt treffen.
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In den Ortsgruppen des Deutschen Esperanto-Bundes und der Deutschen Espe-ranto-Jugend
sind oft ausländische Gäste anzutreffen, die Interessierten Ihr
Heimatland näherbringen.
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Ebenso sind natürlich auch Deutsche in den Gruppen im Ausland willkommen.
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Für Globetrotter steht das Buch "Pasporta Servo" zur Verfügung,
das eine Liste von rund 1000 Gastgebern in aller Welt beinhaltet, bei denen
man kostenlos übernachten kann.
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Viele Brieffreundschaftsdienste vermitteln Briefpartner weltweit.
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Auch im Internet findet rege Kommunikation in verschiedenen Foren statt
(z.B. soc.culture.esperanto).
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All dies trägt zu einer Annäherung von Menschen verschiedener
nationaler oder kultureller Herkunft bei. Es ermöglicht einen Blick
hinter die Kulissen, die dem "normalen Touristen" zumeist verschlossen
bleibt und verhilft zu einem besseren Verständnis des Lebens in anderen
Ländern.