Esperanto: eine internationale Plansprache
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Esperanto ist eine Plansprache und als solche Forschungsgegenstand der
Interlinguistik.
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Die Interlinguistik beschäftigt sich mit inzwischen über 1000
von Menschen geschaffenen internationalen Sprachen.
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Dazu gehören "logische" Systeme wie sie seit dem 17. Jahrhundert verschiedentlich
vorgeschlagen worden sind (u.a. von G. Dalgarno, R. Descartes, W. Leibniz
bis hin zum "Loglan" von J. Brown).
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Eine größere Gruppe ("A-posteriori"-Projekte) hat einen Einsatz
zur internationalen Kommunikation angestrebt. Solche Projekte sind bis
in die jüngste Zeit vorgeschlagen worden (z.B. Unitario - 1989, Jigwa
-1993). Vor allem zählen hierzu die Plansprachen, die eine größere
Bekanntheit erreicht haben: Volapük (1879), Esperanto (1887), Ido
(1907), Basic English (1930).
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Esperanto nimmt eine Sonderstellung unter den Plansprachprojekten ein,
da es sich als einziges zu einer vollentwickelten, in allen Lebensbereichen
angewandten Kultursprache entwickelt hat.
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Von der Struktur seiner Grammatik her gehört Esperanto zu den "agglutinierenden"
Sprachen (typischer Vertreter: Türkisch): Bei der Verschmelzung mit
grammatischen Endungen bleiben die Wortstämme unverändert.
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Die verschiedenen Wortklassen sind an ihren Endungen kenntlich (Hauptworte
-o, Eigenschaftsworte -a, Infinitiv -i, Präsens -as, ...)
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Die Grammatik ist frei von Ausnahmen und beschränkt sich auf das Notwendige:
nur einen bestimmten Artikel, nur eine Art der Konjugation, Deklination
und Pluralbildung. Die Aussprache ist eindeutig. Die Betonung liegt immer
auf der vorletzten Silbe.
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Ein System von 40 Wortbildungssilben bietet Material für eine kreative
Wortbildung.
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Die Lexik des Esperanto greift vor allem auf international bekannte Wortstämme
zurück (telefono, biblioteko, kongreso, internacia ..), sowie auf
Wurzeln aus romanischen (lingvo, mondo ..), germanischen (vorto, lerni,
tauga) und slawischen Sprachen.