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Esperanto wurde als "Lingvo Internacia", ("Internationale Sprache") im Jahre 1887 von Dr. Zamenhof, alias Dr. Esperanto veröffentlicht. Es ist im Vergleich mit anderen Sprachen wegen seiner regelmäßigen Grammatik leichter zu erlernen. Esperanto ist ein mittlerweile ausgereiftes Ausdrucksmittel und wird vielseitig angewendet. Radiostationen in Brasilien, China, Kuba, und Vatikan senden regelmäig in dieser Sprache, sowie auch das Chinesische Fernsehen. Viele Sendungen können auch per Internet empfangen werden.
Im Internet und im Tourismus vielfach verwendet, besitzt es inzwischen auch eine beachtliche Original-Literatur und eine eigene Musik-Produktion.
Nach der relativ kurzen Zeit von nur 124 Jahren rangiert Esperanto mit seiner Sprecherzahl unter den ersten 100 größten Sprachen von ca. 6.800 weltweit. In Wikipedia liegt es an 27. Stelle hinsichtlich der Anzahl der verfassten Artikel. Die Suchmaschine Google, der Internettelefondienst Skype, der Browser Firefox, die Betriebssoftware Ubuntu und die Portale Ipernity und Facebook „sprechen“ Esperanto.
Die Sprache ist weltweit als neutrale Zweitsprache in täglichem Gebrauch vieler Menschen, auch in den wichtigen Wachstumsregionen Afrikas und Asiens. Die „Universala Esperanto Asocio“ (Esperanto Weltbund) mit Sitz in Rotterdam unterhält beratende Beziehungen zu den Vereinten Nationen und zum Europarat. Der wachsende Gebrauch des Esperanto zeigt sich auch darin, dass u.a. die Britische Telecom es für die Werbung nutzt und die Britische Regierung Esperanto-Übersetzer beschäftigt.
Unter den Personen, die von Geburt an u.a. in Esperanto erzogen wurden, finden sich die Schach-Weltmeisterin Susan Polgar, Ulrich Brandenburg, der neue Deutsche Botschafter in Russland und der Nobelpreisträger Daniel Bovet. Der Finanzfachmann George Soros lernte die Sprache ebenfalls schon als Kind.
Esperanto wird immer populärer. Das neue, umfassende Portal www.lernu.net bietet unter anderem einen Internet-Sprachkurs in z.Z. 27 Sprachen an und wird täglich rund 125 000mal aufgerufen. Die Esperanto-Wikipedia-Seite verzeichnet täglich rund 400 000 Besucher. Esperanto ist aber auch mehr als nur eine Sprache - dahinter stehen 124 Jahre gelebter Völkerverständigung und der Einsatz für eine Kommunikation auf Augenhöhe.
F.d.R. verantwortlich: Horst Vogt, Teurerweg 92, 74523 Schwäbisch Hall,
horst_vogt
gmx.eu
Für allgemeine Informationen zu Esperanto in Deutschland:
www.esperanto.de oder deb
esperanto.de
Am 9. November lädt die Esperanto-Jugend Berlin zur Deutschland-Premiere des jüngsten Films des US-amerikanischen Dokumentarfilmers Sam Green in das Filmcafé im Prenzlauer Berg ein. "The Universal Language" zeigt die über hundertjährige Geschichte der Sprache Esperanto und der darum entstandenen Kultur und Bewegung aus den Augen eines renommierten Dokumentarfilmers. Im Anschluss an den Film berichtet eine Mitwirkende von den Dreharbeiten während des Esperanto-Weltkongresses in Yokohama im Jahr 2007.
Die Produktion des Films wurde auf der Basis von Spenden und Zuwendungen von Stiftungen realisiert. Die größten Anteile haben "The National Endowment for the Arts", die Rockefeller- und die Guggenheim-Stiftung übernommen. Sam Greens letzter Film mit dem Titel "Utopia in four movements" wurde 2010 beim Sundance-Festival vorgestellt. Er wurde in Zusammenarbeit mit dem Musiker Dave Cerf produziert, der wie Sam Green für den "Academy Award" nominiert wurde.
Speziell für die Deutschland-Premiere in Berlin wurde von Sam Green das folgende Grußwort übermittelt. "I'm thrilled about this upcoming screening - it's the German premier of my new film 'The Universal Language.' I'm happy that the German Esperanto Youth-Organization has been inspired to put the event together. I not an Esperanto speaker, but I greatly admire the Esperanto movement and am honored and thrilled to have this association. For more than 100 years Esperantists have been trying to make the world a better place, and I have tremendous respect their hopefulness, pragmatism, patience, and fondness for people."
Übersetzung:
"Ich bin gespannt auf die geplante Deutschlandpremiere
meines neuen Films "The Universal Language" und freue mich,
dass die Esperanto-Jugend Berlin diese Kinovorführung organisiert.
Zwar spreche ich nicht Esperanto, aber ich bewundere zutiefst die
Esperanto-Bewegung. Es ist mir eine Ehre und Freude zugleich, ihre
Unterstützung zu haben. Seit über hundert Jahren setzen sich die
Esperantisten für eine bessere Welt ein und ich habe tiefen Respekt
für ihren Optimismus und Pragmatismus, ihre Geduld und ihr
Engagement für Menschen."
Ort und Zeit der Premiere:
Mittwoch, 9.11.2011, Das Filmcafé, Schliemannstr. 15, 10437 Berlin
Nach Mitteilung des Pressedienstes der Esperanto-Vereinigung Berlin-Brandenburg e.V.
Roland Schnell
0 160 / 71 12 247
esperanto@berlin.de
Kommunikation auf Augenhöhe ist das, was die internationale Sprache Esperanto auszeichnet. Seit mehr als 100 Jahren hat sich Esperanto in der Praxis bewährt und wird täglich von tausenden Menschen auf der ganzen Welt benutzt, in den letzten Jahren auch immer mehr im Internet.
Die Vielzahl und Vielfalt an Web-Sites auf oder über Esperanto ist längst unübersehbar. Mehr als 150.000 Artikel und Rang 26 unter den insgesamt 282 Sprachen – das ist die Bilanz der Esperanto-Wikipedia. Zum zehnjährigen Jubiläum ihrer Gründung am 6. November 2001 findet vom 26. bis 30. November 2011 in Svitavy, Tschechische Republik, die internationale Konferenz Vikimanio statt.
Besonders empfehlenswert zum Lernen und Kontakte knüpfen: die Plattform www.lernu.net. Der Deutsche Esperanto-Bund bietet im Netz ein kostenloses Lehrbuch an.
An einem Minikurs auf der Expolingua am 30.10.2011 nahmen spontan 43 Teilnehmer statt. Sie erhielten einen Einblick in Aufbau und Funktion des Esperanto.
Im Esperanto-Kulturzentrum Berlin wird im November ein kompakter Wochenendkurs für Anfänger angeboten. Ein Platz ist eine Prämie im Gewinnspiel der Expolingua. Freitag 20:30 Uhr bis Sonntag 16:00 Uhr, 11.–13.11.2011, Einbecker Str. 36
Nach Mitteilung des Pressedienstes der Esperanto-Vereinigung Berlin-Brandenburg e.V.
Roland Schnell
0 160 / 71 12 247
esperanto@berlin.de
In der von der Bundesversammlung des Deutschen Esperanto-Bundes verabschiedeten Erklärung heißt es u.a.: „Wir setzen uns für eine Erziehung zum Respekt gegenüber allen Sprachen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, ein“ und „unterstützen Initiativen zur interkulturellen Kommunikation im europäischen Rahmen“. Der D.E.B. tritt ein „für eine Sprachenpolitik, die nicht zur Verdrängung von Sprachen führt“ und lehnt sprachliche Diskriminierung ab.
Esperanto als internationale Sprache, die gegenüber allen Kulturen offen ist und die Kommunikation mit Menschen über kulturelle Grenzen hinweg erleichtert, trägt aktiv zum Fortbestehen der Sprachenvielfalt bei. Kenntnisse des Esperanto fördern das Lernen weiterer Fremdsprachen („propädeutischer Effekt“). Damit ist die Sprache geeignet, gerade Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Sprachenlernen insgesamt zu erleichtern.
Der Europäische Tag der Sprachen ist auf Initiative des Europarats 2001 ins Leben gerufen worden. Ziel ist eine stärkere Wertschätzung für den sprachlichen Reichtum Europas und die Förderung der Mehrsprachigkeit.
Der vollständige Wortlaut der „Sonnenberger Leitsätze zur europäischen Sprachenpolitik“ kann auf der Internet-Seite des Deutschen Esperanto-Bundes unter Sonnenberger Leitsätze eingesehen werden.
Die Einzigartigkeit dieser Veranstaltung besteht darin, dass die Teilnehmer sich ohne Dolmetscher verständigen werden, indem sie die internationale Sprache Esperanto miteinander sprechen.
Esperanto, das im kommenden Jahr 125 Jahre alt wird, besitzt eine eigene Kultur. Zehntausende Bücher, Zeitschriften sowie auch Fernseh- und Funksendungen in Esperanto sind bisher veröffentlicht worden. Die größte deutsche Esperantobibliothek ist im Torhaus der Stadt Aalen in Baden-Württemberg untergebracht.
Die Zahl derjenigen, die Esperanto als Zweit- oder Drittsprache benützen, nimmt ständig zu. Esperantosprecher, die sich überall auf der Welt finden, pflegen im Internet einen lebhaften Kontakt miteinander. Durch den ständigen Gebrauch auf allen Ebenen hält die Plansprache Esperanto mit der raschen Entwicklung des modernen Lebens Schritt.
Alois Eder, www.esperanto.de