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Auf einer üblichen deutschen Tastatur gibt es keine Tasten für die sechs beim Esperanto hinzugekommenen Zeichen – das sind ĉ, ĝ, ĥ, ĵ, ŝ und ŭ sowie die zugehörigen Großbuchstaben. Und speziell für Esperanto ausgelegte Tastaturen sind bisher in den Läden recht selten zu kaufen ...
Um die Zeichen trotzdem nutzen zu können, gibt es verschiedene Wege:
Man kann die fehlenden Zeichen auf andere Tasten legen, oder Tastenkombinationen dafür verwenden - etwa ^c für ein ĉ. Die Komponente des Betriebssystems, welche für die Eingabe zuständig ist, kann so etwas automatisch umsetzen, sofern passend konfiguriert.
Bei aktuellen Linux-Systemen wird eine für Esperanto passende Tastaturbelegung meist schon mitgeliefert, für Windows kann man etwa das Programm EK! ("Esperanta Klavaro") verwenden.
Falls man z.B. in einem Internet-Café ist und keine Software installieren darf, oder irgendwelche Programme verwendet, die nicht mit den Esperanto-Zeichen (bzw. der Technik "Unicode") klarkommen, kann man anstatt dieser Zeichen Kombinationen von erlaubten Zeichen verwenden. Eventuell wird man seinen Text nachher wieder umwandeln, damit er die echten Esperanto-Zeichen enthält – z.B. mit der Webseite TTT-Klavaro. Insbesondere für E-Mails wird dies häufig verwendet.
Es sind mehrere Surrogat-Systeme im Gebrauch - eine
ausführliche
Tabelle hat Bertilo Wennergren auf seiner Seite. Am gebräuchlichsten
sind das von Initiator Zamenhof vorgeschlagene h-System
(Ch, ch, Gh, gh, Hh, hh, Jh, jh, Sh, sh, U, u), bei dem die ^-Buchstaben
durch den Grund-Buchstaben mit angehängten "h" ersetzt werden,
und das "ŭ" durch "u", sowie das "x"-System, bei dem jeder
Buchstabe durch den Grundbuchstaben mit angehängten "x" ersetzt wird.
Beide Schreibweisen (und auch die anderen verwendeten Varianten) sind nach einiger Gewöhnung bequem lesbar. Die "h"-Variante hat den Vorteil der "Offizialität" und des (für deutsche Augen) schöneren Aussehens, dafür den Nachteil, dass es nicht (automatisch) umkehrbar ist, da die Kombinationen mit "h" auch so auftauchen können (vor allem in Zusammensetzungen), und "ŭ" überhaupt nicht von "u" zu unterscheiden ist. Für einen Menschen, der die Sprache kennt, stellt das kein Problem dar – für eine automatische Umwandlung dagegen schon.
Für Webseiten sollten Surrogate nicht (oder nur während des Verfassens) verwendet werden - die aktuellen Browser kommen eigentlich alle mit den Zeichen klar. Man kann die Seiten entweder direkt in Unicode abfassen (etwa UTF-8 oder UTF-16 als Kodierung verwenden) oder bei einer beliebigen anderen Kodierung der Seite die Zeichen numerisch kodieren mit (z.B.) ĉ (für ĉ).
Letzte Änderung: 2004-12-24