Anfänger- und Fortgeschrittenenkurs in Trier
Am Freitag, dem 8.11.2002 sollte bis zum Sonntag in der Trierer Jugendherberge ein Esperantokurs für Anfänger und Fortgeschrittene stattfinden. Nach einer mehrstündigen Fahrt durch Nebel und Regen kamen wir endlich in der modern eingerichteten Jugendherberge an. Überraschenderweise gab es für uns zwei Nachzügler doch noch von dem leckeren Abendessen, und danach startete auch schon der erste Unterrichtsblock (mit freundlicher Unterstützung kleiner Stofftiere zwecks Präpositionenlernen für die Forgeschrittenen).
Die Fortgeschrittenen sahen im dreistündigen Kurs des Samstagvormittag, dass die Jugendherberge bestens ausgestattet ist; es gibt ein Flip Chart, DVD-Player und einen modernen Fernseher. Der Anfängerkurs war mit einem Overheadprojektor anstatt Flip- Chart und DVD ausgestattet. Dieser bereitete uns allerdings mehr Ärger als Freude, so dass wir schließlich einzelne Flip- Chart-Blätter als Poster nutzten. Was wir lernten, waren natürlich grundlegende Dinge wie die Vorstellung mit “saluton” und “kiu vi estas” ...
Allerdings fand ich, das die gesamte Gruppe relativ schnell lernte und wir zum Teil fast schon zu schnell und übereifrig vorangeschritten sind. Schließlich haben wir sogar Hörverstehen mit einem Lied auf Esperanto gemacht und fast den gesamten Text zusammen rausgehört. Man stelle sich das mal bei einem Französisch-Anfängerkurs am zweiten Tag vor. Ich glaube nicht, dass das so leicht möglich wäre, es sei denn mit Kinderliedern o.ä.. Unser Lied war ein Antikriegs-/Antimilitärlied - also eigentlich schon ein komplexes Thema. Insgesamt hatten wir sehr oft und lange Kurs - Samstag insgesamt glaube ich sogar mehr als 5 Stunden! Aber man war ja auch gekommen, um etwas zu lernen!
Danach ging es dann in die Innenstadt von Trier, um die Porta Nigra und indianische Straßenmusikanten zu sehen (und um im Aldi-Dinge für den abendlichen Programmpunkt “lustiges Beisammensein” einzukaufen). Zur Porta-Nigra und in die Stadt sind wir “Anfänger” natürlich auch mitgekommen, wobei mir mehr die auf Gläsern klassische Stücke spielende Frau im Gedächtnis geblieben ist.
Am Samstagnachmittag und am Abend hatten wir noch Kursunterricht, in dem wir uns auch mal Musik auf Esperanto anhörten.
Im Kurs am Sonntagmorgen konnten wir dann in Unterhaltungen testen, was unsere grauen Zellen an Vokabeln und Grammatik behalten hatten (laktuko?) und schon war das Wochenende vorbei und die Teilnehmer verstreuten sich in alle Winde.
Abschließend ist natürlich noch ganz herzlich unseren beiden instruistoj Herr Wibrow und Frau Naroska zu danken. An Sylvester erwartet alle ISo-Besucher eine echt untypisch moderne Jugendherberge, in der sogar eigens Sprayer engagiert wurden, um für die “Esperantos” bis Weihnachten eine Teestube zu gestalten (mit Sesamstraßenmotiven - falls ich das schon sagen darf - und einem sprechenden Beo - die Zeit reichte leider nicht, ihm “Saluton” beizubringen).
Ĝis, “Die Nachzügler” (alias Dennis und Anja)
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