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Je früher du mit der Planung für einen Esperantokurs beginnst, desto besser. Denn dann kann auch das BerO andere Interessenten über den Kurs informieren. Wichtig ist außerdem, dass der Kurs in unsere Kursdatenbank eingetragen wird.
Damit die Schüler sich auch nach dem Kurs noch über Esperanto informieren können, solltest du rechtzeitig im Bero geeignetes Infomaterial bestellen und Kontaktadressen heraussuchen.
Ein zentraler Punkt, der den ganzen Kurs über präsent sein sollte, sind die Anwendungsmöglichkeiten von Esperanto. Am besten lassen sie sich durch Musik, Bücher und Erfahrungsberichte vermitteln. Es kann auch nicht schaden, ein Anmeldeformular für die Internationale Woche oder den Esperantojugendweltkongress dabei zu haben.
Fast noch wichtiger als eine rechtzeitige Planung ist eine sorgfältige Planung. Dabei sollen dir die weiteren Hinweise über Lehrer, Lehrmaterial, passende Räume und Werbung auf diesen Seiten helfen. Am Ende kannst du noch einmal auf Nummer sicher gehen, dass du einen wirklich guten Kurs planst, indem du alle Punkte auf dieser Seite hier nochmal durchgehst, und schaust, dass du nichts wichtiges vergessen hast.
Die Organisation kann man in mehrere Phasen unterteilen. Die folgende Übersicht soll dir eine bessere Einordnung der anderen Beiträge in den Gesamtablauf einer Kursorganisation ermöglichen.
Wer ist deine Zielgruppe? Soll der Kurs regelmäßig oder an einem Wochenende sein? Ist nach dem Kurs zeitnah ein Treffen, auf dem die Schüler ihre neuen Kenntnisse anwenden können? Wenn nein, kann der Landesverband vielleicht ein eintägiges Anschlusstreffen organisieren?
Wann soll der Kurs statt finden? Besteht vorher genug Zeit zum Werben? Wer soll unterrichten? Wo könnte der Kurs stattfinden? Wie sollen sich die Leute anmelden? Wie viele Leute können höchstens teilnehmen?
Bei Wochenendkursen: Wie könnte das Essen organisiert werden? Wo kann der Lehrer übernachten?
Finde einen geeigneten Raum. Lege den Termin definitiv fest. Bei Wochenendkursen: Finde eine Unterkunft für den Lehrer
Schicke notwendige Informationen über den Kurs an IreK, damit Internetseiten für den Kurs erstellt werden können.
Trage den Kurs in die Kursdatenbank ein. Bestelle genügend Infomaterial im Bero um den Kursteilnehmern etwas über Esperanto in die Hand geben zu können. Falls du auf der Straße für Esperanto werben willst, bestelle auch dafür noch Infomaterial.
Nutze die bereits vorhanden Vorlagen zum Entwerfen eines Plakats und wenn du Zeit hast auch von Handzetteln. Hänge sie gut sichtbar aus, kläre eventuelle Genehmigungen vorher ab.
Falls du Handzettel erstellt hast, solltest du jetzt für zufällig Interessierte immer ein paar dabei haben.
Interessierte, deren Adresse du hast, kannst du jetzt auf den Kurs hinweisen. Falls du dies per E-Mail tust, sprich sie direkt an und benutze keine Sammelemails.
Lege eine Tabelle mit allen Anmeldungen einschließlich Kontaktmöglichkeit an, um den Überblick zu behalten.
Ein paar Tage vor Beginn des Kurses solltest du alle Handzettel vergeben haben.
Schicke zwei Tage vor Kursbeginn eine Erinnerungsemail an die Teilnehmer, in der du Wegbeschreibung und die genaue Anfangszeit schreibst. Schicke dem Lehrer eine Kopie.
Schicke den Teilnehmern ein paar Tage nach dem Kurs eine E-Mail und erkundige dich, wie sie den Kurs fanden, zum Beispiel mit einem kleinen Fragebogen. Weise ggf. auf einen Aufbaukurs hin und rate zur Teilnahme an einem Esperantojugendtreffen wie IS oder IJK. Vielleicht ergibt sich ja auch die Möglichkeit im Rahmen einer Ortsgruppe Esperanto weiter zu üben und anzuwenden?
Wenn es um Werbung geht, geht es immer auch darum etwas zu verkaufen. Auch wenn die Kurse in der Regel keinen Gewinn bringen, hilft diese Denkweise einen guten Kurs zu gestalten. Darüber, wie man allgemein für Esperanto werben sollte und wie nicht, informiert die Weltesperantojugend umfassend. Wir wollen uns hier auf Hinweise für die Kurswerbung konzentrieren.
Jede Zielgruppe hat ihre eigenen Gründe, wegen denen sie vielleicht Esperanto lernen möchte. Prinzipiell kann man die Interessierten anhand ihrer Motive in drei große Gruppen einordnen.
Natürlich kann man niemanden konkret einer Gruppe zuordnen. Jeder freut sich, dass Esperanto leicht zu lernen ist, dass es vielleicht ein bisschen die Welt verbessert und dass man damit überall schnell interessante Leute kennen lernen kann. Aber vielleicht hilft es diese grobe Differenzierung im Hinterkopf zu haben, wenn du mit Interessierten ein Gespräch führst. Verschiedene Menschen sind verschiedenen Argumenten verschieden zugänglich. Wenn du dich während des Gesprächs in den anderen hineinversetzt und seinen Standpunkt erkennst, kannst du vielleicht besser überzeugende Argumente finden. Allgemein gilt, dass ein krasser Aufruf zum Weltverbessern nicht so gut wirkt, wie ein Aufzeigen der praktischen Möglichkeiten.
In der Schule kannst du sprachlich Interessierte wohl am häufigsten in den Fremdsprachenleistungskursen finden. Bei jüngeren Jahrgängen könntest du es bei Arbeitsgemeinschaften versuchen. Aushänge am schwarzen Brett oder neben dem Ausfallplan solltest du mit dem Direktor abklären, vielleicht kannst du dann auch die Unterstützung der Lehrer für deinen Kurs gewinnen.
An der Hochschule fällt die Differenzierung schon leichter. Fakt ist, dass es unter den Esperantosprechern überdurchschnittlich viele Informatiker, Ingenieure und Naturwissenschaftler und sehr wenige Wirtschaftswissenschaftler gibt. Der Rest kommt logischerweise aus den Geisteswissenschaften. Woran das liegt ist schwer zu sagen, aber du kannst dieses Wissen auf jeden Fall bei deiner Kurswerbung benutzen, wenn du Prioritäten setzen musst. Wenn du zwischen einem Aushang im Wiwi-Bau und einem bei den Informatikern wählen musst, ist letzteres wahrscheinlich die bessere Wahl. Einen Schritt weiter kannst du gehen, wenn du die Plakate noch zielgruppengerecht gestaltest, z. B.:
Zur Zeit gibt es noch keine Vorlagen für eine solche zielgruppengerechte Werbung. Bitte sende deine Plakate zur Archivierung digital an das BerO.
Wichtig bei Werbung ist immer ein Wiedererkennungseffekt. Wenn deine Plakate gelb, deine Handzettel blau und der Internetauftritt weiß ist, ist die Wirkung wahrscheinlich geringer, als wenn alles wie nach dem selben Konzept entworfen wirkt, zum Beispiel mit grünen Handzetteln, grünen Plakaten und dem gleichen Grün als Hintergrundfarbe der Internetseiten, die über den Kurs informieren. Generell ist es ratsam nicht auf weißem Papier zu werben, um sich von der Masse abzuheben. Die geringen Mehrkosten für farbiges Papier, das du in jedem Copy-Shop kaufen kannst, lohnen sich auf jeden Fall.
Eine effektive, aber auch aufwändige Methode ist das Austeilen von Handzetteln auf Plätzen, auf denen potentiell viele Interessierte verkehren, wie zum Beispiel in der Fußgängerzone, oder vor der Mensa. Am besten tust du das mit einem oder zwei Freunden, dann macht es mehr Spaß und ihr könnt mehr Leute erreichen. Einen Vorschlag für Handzettel, der nur noch angepasst werden muss, gibt es auch schon. Gut sind Handzettel in einer auffallenden Farbe, wie zum Beispiel grün. Mehr Aufmerksamkeit erreichst du auch, wenn du statt 80g Papier, das etwas dickeres Papier nimmst, zum Beispiel 120g. Das ist zwar teurer, aber dafür fühlt man schon beim Entgegennehmen des Handzettels den Unterschied zu „normaler“ Werbung, ein nicht zu unterschätzender psychologischer Faktor. Effizient sind Handzettel auch eingesetzt, wenn du sie an Ampeln neben Schulen oder Hochschulen klebst.
Mit wenig Aufwand dauerhaft werben – das tun Plakate. Auch hier gibt es schon einen Vorschlag, der dir den kreativen Teil erleichtern. An Hochschulen gibt es schwarze Bretter, die aber oft hoffnungslos mit Wohnungsgesuchen voll sind, vor allem zu Semesteranfang. Hier solltest du fairerweise nur veraltete Gesuche abhängen, um Platz für dein Plakat zu schaffen. Plakate in einer Höhe von 150-170 cm haben meist die beste Chance im Vorbeigehen gelesen zu werden. Nachdem du deine Plakate an in der Mensa, Cafeteria und am besten auch noch in den einzelnen Fakultäten aufgehängt hast, solltest du danach auch ab und zu im Vorbeigehen schauen, ob sie noch hängen und bei Bedarf für Nachschub sorgen.
Am leichtesten informieren sich künftige Schüler über das Internet. Um Internetseiten zu erstellen, die für deinen Kurs werben, musst du weder besonders kreativ, noch technisch begabt sein. Im Prinzip brauchst du noch nicht einmal einen eigenen Computer. Es gibt bereits Musterseiten, in denen bloß die Daten deines Kurses und noch ein paar persönliche Angaben eingefügt werden müssen. Anschließend kann die Internetkommission die Seiten unter einer leicht zu merkenden Adresse verfügbar machen, wie zum Beispiel www.esperanto.de/deineStadtoderRegion , sag einfach Bescheid. Mit dieser Adresse kannst du dann die Informationen auf Handzetteln und Plakaten leichter komprimieren und zum Beispiel Kursdetails zugunsten von Informationen über Esperanto streichen. Immerhin wissen leider immer noch viele Leute nicht, was Esperanto ist.
In Internetforen kann man auch mit wenig Aufwand viele Leute erreichen. Beschränke dich hier in der E-Mail auf das wesentliche, benutze wenn möglich kein HTML und gib unbedingt die Adresse deiner Internetseiten mit an, falls du welche erstellt hast, damit sich die Leute umfassender informieren können.
Eines der größeren Probleme ist das Finden eines geeigneten Raums. Dabei kann dein Verein dir nur schlecht helfen, weil wir die Gegebenheiten vor Ort in der Regel nicht so gut kennen, wie du.
Für Schüler sind Schulen und Jugendfreizeitzentren klassische Anlaufstellen. Geh einfach mal zum Direktor und erzähl ihm, was du vor hast. Schüler, die etwas freiwillig organisieren, sind meist willkommen.
Für Studenten bieten sich Stadt- oder Hochschulbibliotheken an. Aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten. Wie das ganze Leben beruht auch die Suche nach einem Raum auf Zufällen. Vielleicht kann ein Esperantosprecher, der an der Uni arbeitet einen Raum des Instituts zur Verfügung stellen? Bestimmt hilft dir auch deine Fachschaft oder AStA/UStA/StuRa bei der Suche, wenn du dein Anliegen dort vorträgst. Allgemein sind Leute, die etwas freiwillig organisieren wollen, dort gern gesehen.
Der Raum selbst muss nicht großartig eingerichtet sein. Eine Tafel ist gut um Sachen anschaulich erklären zu können. Bei weniger als 15 Kursteilnehmern ist es von Vorteil im Kreis sitzen zu können. Im Winter kann es vorkommen, dass der Raum mangels Nutzung nicht beheizt wurde, dann solltest du vielleicht etwas früher kommen, damit ihr nicht im Kalten sitzen müsst.
Wenn der Raum schwierig zu erreichen ist, solltest du eine genaue Wegbeschreibung anfertigen. Im Internet gibt es auch Stadtpläne, die du dafür benutzen kannst.
Bei regelmäßigen Kursen kann in den seltensten Fällen ein Lehrer immer von außerhalb kommen. Das heißt aber nicht, dass der Kurs gestorben ist (s. u.).
Für Wochenendkurse haben wir eine Liste von Esperantolehrern, die wir aus Datenschutzgründen nicht im Internet veröffentlichen. Du kannst aber problemlos bei dem Leiter der Kommission für Regionales nachfragen, der dich dann an einen Lehrer in deiner Gegend weiterleitet. Es ist sinnvoll, dass der Lehrer zumindest in der Nacht von Samstag auf Sonntag vor Ort übernachten kann.
Es kann durchaus vorkommen, dass sich aus geografischen oder zeitlichen Gründen kein Lehrer finden lässt. Das heißt aber nicht, dass der Kurs gestorben ist.
Se vi jam parolas Esperanton, vi povus provi mem instrui. Unue tio sonas ĉiam kiel grandega tasko, kvazaŭ nefarebla. Sed ja eblas tio. Preskaŭ ĉiuj instruistoj, ankaŭ tiuj, kiuj partoprenas en la Esperantostudsesioj por instruistoj jam instruis antaŭ ilia diplomiĝo. Gravas, ke vi konas la gramatikon iomete, do la akuzativon, la tabelvortojn ktp. Vi cetere ne devas ĉion denove elpensi. Ja ekzistas taŭga instrumaterialo. Eĉ se vi malcertas, viaj lernantoj certe ne atendas plene edukitan kaj diplomitan Esperantoinstruiston. Se vi sentas vin malcerta en iu lingva demando, skribu al nia lingvohelpo. Kaj kio povus okazi, se io ne plene sukcesas? En la plej malbona kazo estas eble dekkvin homoj pli, kiuj ne havas bonan impreson pri Esperanto. Komparu tion kun la plej bona kazo, ke poste estos 15 novaj Esperantoparolantoj. Kaj krome vi ĉiukaze gajnos novajn spertojn, ekscios pli pri vi mem, ricevos novajn kontaktojn, havos novajn amikojn. Kaj vi vidos, ke estas vere feliĉige, vidi aliajn kompreni Esperanton, konstrui la unuajn vortojn el konataj radikoj kaj apliki la silaban sistemon. Kaj ĉio ĉi dank' al via dediĉo. Ĉu ne indus provi?
Als Lehrmaterial für einen Kurs eignet sich der Esperanto-Intensivkurs in zehn Lektionen von Rudolf Fischer. Den kannst du entweder als Word-Dateien oder als PDF-Dateien runterladen:
Als PDF-Dateien:
Alle 10 Lektionen als ZIP-Ordner
Lektion 1,
2,
3,
4,
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6,
7,
8,
9,
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Als Word-Dateien:
Alle 10 Lektionen als ZIP-Ordner
Lektion 1,
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Falls du eine Frage zur Kursorganisation hast, die hier nicht aufgeführt ist, schreibe sie an gej.kola@esperanto.de Wir werden sie dann bei Bedarf auch hier veröffentlichen.
Erfahrungsgemäß sinkt die bei regelmäßigen Kursen anfangs oft hohe Teilnehmerzahl und Motivation mit der Zeit, weil die Leute nebenbei noch viele andere Sachen vorhaben und nicht jede Woche die Priorität für Esperanto hoch genug setzen. Von 15 bleiben am Ende drei oder vier übrig.
Ein Wochenendkurs nutzt den anfänglichen Motivationsschub besser aus und bietet den Schülern die Möglichkeit nach einem mundgerechten Happen zu entscheiden, ob sie weitermachen wollen oder nicht. Bei einem Wochenendkurs hast du mehr Planungssicherheit hinsichtlich der Teilnehmerzahl. An Wochenendkursen können Leute, die ein bisschen weiter weg wohnen, leichter teilnehmen als an regelmäßigen Kursen. Bei Bedarf könntest du nach dem Anfängerkurs noch einen Aufbaukurs veranstalten und damit die Schüler optimal auf ihr erstes Esperanto-Jugendtreffen vorbereiten. Tendenziell empfehlen wir eher einen Wochenendkurs zu organisieren als einen regelmäßigen Kurs.
Es gibt verschiedene Gründe, einen Wochenend-Intensivkurs in seinem Ort durchzuführen: Wenn es bei dir in der Nähe noch keine EsperantosprecherInnen in deinem Alter gibt, können so neue InteressentInnen gesammelt werden, mit denen man eventuell eine Ortsgruppe gründen könnte, um Esperanto auch im eigenen Wohnort lebendig werden zu lassen; wenn schon eine Gruppe besteht, können damit neue EsperantosprecherInnen gewonnen werden, um den Nachwuchs und das Weiterbestehen, vielleicht sogar das Wachstums der Gruppe zu ermöglichen.
Bei der Kursorganisation unterstützt dich die DEJ sehr weit gehend: Wenn du uns den Termin früh genug ankündigst, kann die DEJ dir einen Lehrer senden, wenn du nicht selbst unterrichten willst. Wir schicken dir A3-Plakate, auf denen du den Kurs ankündigen kannst. Du musst nur den Raum und gegebenenfalls die Unterkunft für den Lehrer organisieren. Und natürlich die Werbung für deinen Kurs.
Als Unterrichtsmaterial speziell für solche Intensivkurse, hat die DEJ das Lehrbuch Tesi, la testudo entwickelt, das du vom BerO bekommen kannst.
Wenn du vorhast, einen solchen Kurs zu organisieren, vergiss auch nicht, ihn in die Kursliste auf esperanto.de einzutragen.
Letzte Änderung: 2009-10-18