Esperanto

Was ist Esperanto?

Die internationale Sprache Esperanto erleichtert die Verständigung zwischen Menschen verschiedener Muttersprachen. Sie ist wesentlich schneller erlernbar als nationale Sprachen – in etwa einem Drittel der Zeit oder noch weniger. Seit der Veröffentlichung 1887 hat sich Esperanto zu einer lebendigen Sprache mit vielfältigen Anwendungen entwickelt. Mehr zur Sprache selbst in der Wikipedia.

Lebendig on- und offline:

Esperanto ist eine lebendige Sprache, die auf internationalen Treffen von Jugendlichen, Erwachsenen und Familien verwendet wird. Jährlich erscheinen rund 400 Bücher auf Esperanto, es gibt regelmäßig erscheinende Zeitschriften und Esperanto-Musikgruppen, die man sich auch auf youtube anschauen kann.

Die Esperanto-Version der Wikipedia hat ähnlich viele Artikel wie die dänische oder arabische Version. Firefox, Linux-Desktops und OpenOffice lassen sich auf Esperanto installieren, die Suchmaschine Google und der Blogdienstleister ipernity bieten ihr Angebot auch auf Esperanto an. Die chinesische Regierung veröffentlicht täglich Nachrichten in zehn Sprachen, eine davon ist Esperanto. Auch das chinesische Staatsradio informiert das Ausland in  Esperanto, ebenso wie die Zeitschrift “El Popola Ĉinio”.

In Berlin gibt es im Computerspiele-Museum offiziell Führungen auf Esperanto. Die Berliner Piratenpartei hat ihr Grundsatzprogramm und ihr Wahlprogramm 2011 auch auf Esperanto übersetzt. (Anmerkung: Unser Verein ist parteipolitisch neutral. Diese Erwähnung einer Partei stellt keine Wahlempfehlung dar.)

Wachstum

Es ist schwierig die Zahl der Esperantosprecher zu bestimmen, da diese sich nirgends registrieren müssen. Man kann annehmen, dass heute mindestens 100.000 Menschen weltweit die Sprache aktiv sprechen und ein deutlich größerer Teil sie einmal gelernt hat und versteht. Nimmt man als Indikator die Anzahl der Esperanto-Treffen oder die Anzahl der Teilnehmer an Esperanto-Treffen, veröffentlichte Esperanto-Musik oder Esperanto-Internetseiten, ist ein klarer Wachstumstrend von 2 % bis 10 % pro Jahr erkennbar. Das Wachstum findet dabei nicht nur in Europa, sondern vor allem auch in Regionen wie Brasilien, Ostafrika, Nepal oder China statt. In den letzten hundert Jahren hat sich die Zahl der Esperanto-Sprecher etwa vertausendfacht. Zum Vergleich: Die Zahl der Englischsprecher hat in diesem Zeitraum etwa um das Zwanzigfache zugenommen. Dabei steht hinter der Verbreitung des Englischen ein deutlich größeres Werbebudget als hinter der von Esperanto. Während Regierungen bestimmter Länder, traditionsreiche Stiftungen und große Unternehmen sich für Englisch einsetzen und Geld zur Verfügung stellen, ist Esperanto bisher weitgehend auf das Engagement des Einzelnen angewiesen, der zusätzlich zu anderen Pflichtfremdsprachen freiwillig Esperanto lernt. Vor diesem Hintergrund scheint das Wachstum umso bemerkenswerter.

Esperanto und Englisch

Englisch ist für viele Zwecke geeignet. Es ist schön, wenn man sich mit Menschen auf Englisch verständigen kann. In einigen Bereichen hat Esperanto jedoch Vorzüge, die Englisch nie einholen kann. Das ist zum einen die leichte Erlernbarkeit. Da Esperanto eine Plansprache ist, ist es deutlich leichter erlernbar als Englisch. Schüler benötigen viel weniger Zeit und haben viel schneller Lernerfolge, bei deutlich geringerem Aufwand. Zum anderen ist Esperanto eine Sprache, die keinem Muttersprachler einen uneinholbaren Vorteil gewährt, wie dies bei Englisch der Fall ist.

Trotz zehn Jahren Schulunterricht auf Englisch und Kursen an Universitäten schaffen es nur die wenigsten, ein Niveau zu erreichen, dass dem eines Muttersprachlers auch nur annähernd ebenbürtig in Sachen Ausdrucksvermögen, Idiomatik und grammatikalischer Korrektheit ist. Welche Sprache Schüler in Schulen lernen, war schon immer eine Frage der weltwirtschaftlichen Vorherrschaft von Ländern. Während es einst Latein, Französisch und Russisch waren, ist es heute Englisch. In 50 Jahren nimmt vielleicht Chinesisch diese Rolle ein.

Du kannst dir auch Videos über Esperanto anschauen:

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